Trauerfeiern und Bestattungen während des Auftretens des Corona-Virus.

 

Die zur Eindämmung der Corona-Pandemie erlassenen Verfügungen schränken das öffentliche Leben
in fast allen Bereichen ein, hiervon sind auch die Friedhöfe betroffen.
Wir möchten an dieser Stelle kurz darstellen, welche Änderungen zurzeit leider notwendig sind.
Wegen der verschiedenen Vorgaben der jeweiligen Bundesländer und teilweise unterschiedlicher
Auslegungen vor Ort, können hier aber nur allgemeine Hinweise gegeben werden. Bitte informieren
Sie sich bei der Verwaltung des jeweiligen Friedhofs über die dort geltenden Vorgaben. Die
Kontaktdaten der kirchlichen Friedhöfe in Hamburg und Schleswig-Holstein finden sie hier.

Trauerfeiern dürfen zwischenzeitlich auch wieder innerhalb von Kirchen und Friedhofskapellen
stattfinden, allerdings nur unter Beachtung von Abstandsregeln und Hygieneauflagen. Diese Vorgaben
beruhen auf den Verordnungen der jeweiligen Bundesländer und sind als staatliche Vorgabe
zwingend einzuhalten. Der zugelassene Teilnehmerkreis und die Anzahl der an der Trauerfeier
teilnehmenden Personen unterscheidet sich somit in Abhängigkeit von den jeweiligen
landesrechtlichen Bestimmungen:
In Bezug auf den zugelassenen Personenkreis gilt für den Bereich von Schleswig-Holstein, dass nur
die „notwendigen Teilnehmer“ zu einer Trauerfeier erscheinen dürfen. Die Hamburger Verordnung
definiert hingegen einen „engen familiären oder persönlichen Kreis“ der Teilnehmenden. Beide
Verordnungen verzichten jedoch auf die Benennung einer maximal zulässigen Personenzahl und
werden somit den unterschiedlichen familiären und personellen Gegebenheiten der Verstorbenen
gerecht.
Die Anzahl der Personen , die an einer Trauerfeier teilnehmen können, richtet sich somit in erster
Linie nach der Anzahl der Plätze in einer Friedhofskapelle oder Kirche, die unter der Berücksichtigung
der Abstandsregeln noch angeboten werden können. Demzufolge variieren dieses je nach den
räumlichen Gegebenheiten.
Die Friedhofsverwaltungen oder das Bestattungsinstitut werden weiterhin in der Regel die Namen
der teilnehmenden Personen erfassen, damit mögliche Infektionsketten ggf. zurückverfolgt werden
können.

Auf den kirchlichen Friedhöfen wird man sich stets darum bemühen, den Wünschen und
Vorstellungen der Angehörigen für eine würdige Abschiednahme zu entsprechen. Dieses erscheint
besonders vor dem Hintergrund wichtig, da in vielen Fällen wegen der Zugangsbeschränkungen in
Krankenhäusern und Seniorenwohnanlagen schon eine Verabschiedung am Sterbebett nicht möglich
gewesen ist. Selbstverständlich werden und wollen wir aber die geltenden Vorschriften beachten, um
der weiteren Verbreitung des Virus keinen Vorschub zu leisten.
Hingewiesen werden soll noch auf die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt eine Trauerfeier in
einem erweiterten Personenkreis stattfinden zu lassen. Hierfür können sich persönliche Gedenktage
des Verstorbenen oder Jahrestage anbieten.

Die Ermöglichung der Abschiednahme am geöffneten Sarg wird vor Ort unterschiedlich gehandhabt.
Bitte informieren Sie sich, ob der jeweilige Friedhof über geeignete Räumlichkeiten verfügt und ob
diese derzeit nutzbar sind. In jedem Fall wird eine solche Abschiednahme nur den engsten
Angehörigen ermöglicht werden können.​

Sofern Bestattungen nicht ohnehin unmittelbar im Anschluss an die Trauerfeier stattfinden, gelten
hierfür ähnliche Vorgaben. Die Anzahl der teilnehmenden Personen sollte auch dabei auf einen engen
Kreis beschränkt werden, zudem müssen die Mindestabstände eingehalten werden, wenn die
Personen nicht einer häuslichen Gemeinschaft angehören. Dass diese Anforderungen in einem
starken Widerspruch zu den Bedürfnissen von trauernden Menschen stehen, ist uns sehr bewusst.
Dennoch muss in dieser Zeit den Maßnahmen zur Verhinderung von Neuinfektionen Vorrang gegeben
werden. Aus diesem Grund soll bitte:

  • ein ausreichender Abstand zu Bestattern, Sargträgern, Pastoren und Friedhofsmitarbeitenden eingehalten werden,
  • das Herantreten an das Grab nur einzeln oder in Gruppen einer häuslichen Gemeinschaft erfolgen und
  • auf die Verwendung von Handschaufeln beim Erdwurf verzichtet werden. 

Wir bitten darum, auch während dieser besonders belastenden Situationen auf die Einhaltung dieser
Verhaltensweisen zu achten und so zur weiteren Eindämmung der Verbreitung des Virus
beizutragen.

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei den jeweiligen Friedhofsverwaltungen, diese sind derzeit in der
Regel aber nur noch telefonisch oder per E-Mail erreichbar.
Die Kontaktdaten können Sie hier finden.